
Das 9. Oberstufenfestival am Matthias-Claudius-Gymnasium stand in diesem Jahr ganz im Zeichen des Themas „Freiräume“. Alle Theater-, Kunst- und Musikkurse der gemeinsamen Oberstufe mit dem CPG präsentierten ihre Semesterergebnisse und zeigten, wie vielseitig dieser Begriff interpretiert werden kann – politisch, persönlich, kreativ und gesellschaftlich.


Schon beim Betreten des Geländes wurden die Besucherinnen und Besucher von Schülerinnen und Schülern mit einer theatralen Einlasskontrolle empfangen, die das Spannungsverhältnis von Freiheit und Kontrolle gleich zu Beginn erlebbar machte.


Die Veranstaltungen fanden in unterschiedlichen Räumen statt: im Theaterraum, in Haus 1, in der Sporthalle und auf dem Außengelände. So entstand ein lebendiges Festivalgelände, auf dem das Publikum zwischen verschiedenen Atmosphären und Ausdrucksformen wechseln konnte.


Im Theaterraum und in der Sporthalle präsentierten die Kurse eindrucksvolle Inszenierungen.


Die Stücke thematisierten innere und äußere Grenzen, gesellschaftlichen Druck, Emotionen wie Wut und den Wunsch nach Respekt und Selbstbestimmung. Bewegende Szenen, kreative Choreografien und starke Texte regten das Publikum zum Nachdenken an.



Das schulische Handyverbot wurde an diesem Abend auch zu einem Freiraum...


Auch die Kunstprojekte zeigten die Vielfalt möglicher Freiräume. Ein Meditations- und Yogaraum bot einen Ort der inneren Ruhe, während Möbeldesign-Projekte, selbst produzierte Werbespots, Kostümdesigns, kreative Modeentwürfe und Kunstinstallationen die schöpferische Freiheit der Schülerinnen und Schüler sichtbar machten. Kunstdrucke sowie Postkarten wurden zugunsten von Menschenrechtsaktivisten verkauft.


Besonderer Dank gilt den Kunst-, Musik- und Theaterlehrkräften, die ihre Gruppen intensiv auf diesen umwerfenden Abend vorbereitet haben. Zudem leistete das Technikteam hervorragende Arbeit. Musikalisch begleitet wurde das Festival vom MCG-Oberstufenchor.
Das 9. Oberstufenfestival machte eindrucksvoll deutlich, wie Schule zu einem Ort lebendiger Auseinandersetzung und kreativer Entfaltung werden kann. Die Schülerinnen und Schüler bewiesen Mut, Engagement und Kreativität – und zeigten, dass Freiräume nicht nur ein Thema, sondern eine Haltung sind.


